⏱ Umsetzung in 4–6 Wochen · Compliance

KI rechtssicher einsetzen:
DSGVO, EU AI Act
und Betriebsrat.

Sie wissen danach, welche KI-Werkzeuge bei Ihnen im Einsatz sind, welche Daten hineindürfen und welche nicht, und Sie haben die fünf Dokumente in der Hand, die in Audits und Kundenfragebögen abgefragt werden. Ohne Jurastudium, ohne Projektstopp.

4–6Wochen bis zur Dokumentenlage
5Dokumente, die Audits abfragen
Art. 4Schulungspflicht abgedeckt
Leistungsumfang

Was am Ende vorliegt.

Keine Gutachten, sondern Arbeitsdokumente, die Sie selbst fortschreiben können.

📋

Tool-Liste mit Risikoeinstufung

Alle eingesetzten KI-Werkzeuge, auch die inoffiziellen, mit Einordnung nach EU AI Act. Diese Liste ist die Grundlage für jeden weiteren Schritt und die erste Frage in jedem Audit.

🗂️

Datenklassifizierung

Drei Stufen, öffentlich bis vertraulich, und eine klare Zuordnung, welche Stufe in welches Werkzeug darf. Damit endet die Diskussion, ob eine Kundenmail in ein Sprachmodell gehört.

📄

KI-Richtlinie auf drei Seiten

Erlaubte Werkzeuge, verbotene Eingaben, Kennzeichnung von KI-Inhalten, Freigabepflicht bei Entscheidungen, Ansprechpartner. Kurz genug, dass sie tatsächlich gelesen wird.

🎓

Schulung mit Nachweis

Eine Pflichtschulung mit Teilnahmeliste und kurzem Wissenstest. Damit ist die KI-Kompetenzpflicht aus Artikel 4 EU AI Act erfüllt, die seit dem 2. Februar 2025 für jedes Unternehmen gilt, das KI einsetzt.

🔗

Vertragslage je Anbieter

Prüfung der Auftragsverarbeitungsverträge nach Artikel 28 DSGVO, inklusive Subunternehmerliste, Drittlandtransfer und vertraglichem Ausschluss des Modelltrainings mit Ihren Daten.

🗃️

Einträge fürs Verarbeitungsverzeichnis

Fertig formulierte Einträge für jedes Werkzeug, das personenbezogene Daten verarbeitet. Der Schritt, den fast alle vergessen und den eine Aufsichtsbehörde zuerst kontrolliert.

Klare Grenze

Was das ist – und was es nicht ist.

Dies ist keine Rechtsberatung. Rechtliche Bewertung im Einzelfall leisten Fachanwälte und Datenschutzbeauftragte, und zwar aus gutem Grund: Sie haften dafür.

⚖️

Was der Anwalt leistet

Er sagt Ihnen, dass Sie eine Rechtsgrundlage für die Verarbeitung brauchen und dass die Schulungspflicht greift. Er bewertet den Einzelfall und haftet für diese Bewertung.

🛠️

Was hier passiert

Jemand erhebt die Tool-Liste, schreibt die Richtlinie so, dass das Team sie versteht, führt die Schulung durch und legt die Nachweise so ab, dass sie im Audit auffindbar sind.

Wird eine juristische Bewertung nötig, wird das benannt und an Ihren Anwalt oder Datenschutzbeauftragten übergeben.

Vorgehen

Sieben Schritte, in dieser Reihenfolge.

Die Reihenfolge ist wichtiger als die Vollständigkeit. Wer mit der Richtlinie beginnt, schreibt Regeln für Werkzeuge, die er nicht kennt.

1

Bestandsaufnahme

Alle eingesetzten KI-Tools erfassen, inklusive privater Accounts. Zwei Wochen anonyme Abfrage reichen meist. Ohne diese Liste ist jeder weitere Schritt Spekulation.

2

Risikoklassen zuordnen

Je Tool prüfen, ob es unter die Verbote nach Artikel 5 EU AI Act oder unter Hochrisiko nach Anhang III fällt. Für die allermeisten KMU-Anwendungen: keines von beiden.

3

Datenarten klassifizieren

Drei Stufen definieren – öffentlich, intern, vertraulich – und festlegen, welche Stufe in welches Tool darf.

4

Verträge prüfen und schließen

AV-Vertrag nach Artikel 28 DSGVO mit jedem Anbieter, der personenbezogene Daten verarbeitet. Bei US-Anbietern zusätzlich den Transfermechanismus klären.

5

KI-Richtlinie schreiben

Maximal drei Seiten: erlaubte Tools, verbotene Eingaben, Kennzeichnungspflicht, Human-in-the-Loop bei Entscheidungen, Ansprechpartner bei Zweifeln.

6

Betriebsrat einbinden

Wo eine Arbeitnehmervertretung existiert, frühzeitig eine KI-Betriebsvereinbarung verhandeln, statt nachträglich zu reparieren.

7

Schulen und dokumentieren

Eine Pflichtschulung pro Jahr, Teilnahmeliste, kurzer Wissenstest. Damit ist Artikel 4 EU AI Act erfüllt und der Nachweis angemessener Geheimhaltungsmaßnahmen erbracht.

Wer diese sieben Schritte einmal durchläuft, hat die fünf Dokumente beisammen, die in Audits und Kundenfragebögen abgefragt werden: Tool-Liste, Datenklassifizierung, AV-Verträge, KI-Richtlinie und Schulungsnachweis.

Fristen

Was wann gilt.

seit
02/2025
KI-Kompetenzpflicht, Artikel 4 EU AI Act. Jedes Unternehmen, das KI einsetzt, muss seine Beschäftigten nachweislich qualifizieren – unabhängig von Branche und Größe.EU AI Act, Artikel 4
seit
02/2025
Verbotene Praktiken, Artikel 5. Bestimmte Anwendungen sind untersagt, etwa Emotionserkennung am Arbeitsplatz. Für KMU in der Regel nicht einschlägig, aber prüfpflichtig.EU AI Act, Artikel 5
ab
08/2026
Kennzeichnungspflicht, Artikel 50. Chatbots müssen als KI erkennbar sein, KI-generierte Inhalte gekennzeichnet werden. Günstig umzusetzen, wenn es vorbereitet ist.EU AI Act, Artikel 50
35 Mio. Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes: der Bußgeldrahmen bei verbotenen Praktiken. Für KMU gilt jeweils der niedrigere Wert.EU AI Act, Artikel 99

Relevanter als das Bußgeld ist der Alltag: fehlende Nachweise in Kundenfragebögen und Ausschreibungen. Fristen im Detail: EU AI Act für KMU.

Aus der Praxis

Wo es tatsächlich klemmt.

Nicht bei den Hochrisiko-Paragraphen. Sondern im Alltag, in dem KI längst genutzt wird.

54,5 % der deutschen Unternehmen setzen KI in Geschäftsprozessen ein. Im Vorjahr waren es 40,9 %. Die Nutzung wächst schneller als die Regeln dafür.ifo Institut, 2026
34,8 % aller Daten, die Beschäftigte in KI-Tools eingeben, sind sensibel. Das passiert nicht aus Böswilligkeit, sondern weil keine erlaubte Alternative benannt ist.Cyberhaven, 2025
43 % der Unternehmen bieten keinerlei KI-Schulungen an. Nur 8 % schulen alle Beschäftigten – bei einer Pflicht, die seit Februar 2025 gilt.Bitkom, 2025
4–8 % der Unternehmen verbieten generative KI strikt. Verbote funktionieren nicht – sie verlagern die Nutzung nur in private Accounts, wo niemand sie sieht.ZEW, 2025
🔐

DSGVO

Sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden: Rechtsgrundlage, Auftragsverarbeitung nach Artikel 28, Betroffenenrechte, Verarbeitungsverzeichnis.

🇪🇺

EU AI Act

Kompetenzpflicht seit Februar 2025, verbotene Praktiken, ab August 2026 die Kennzeichnung.

👥

Betriebsverfassungsgesetz

Mitbestimmung, sobald ein System Verhalten oder Leistung erfassen kann. Das trifft mehr Werkzeuge, als die meisten erwarten.

🔒

Geschäftsgeheimnisgesetz

Schutz besteht nur bei angemessenen Geheimhaltungsmaßnahmen. Wer Betriebswissen ungeregelt in fremde Systeme gibt, riskiert genau diesen Schutz.

Dieselbe KI-Richtlinie bedient alle vier Regelwerke. Ausführlich: rechtliche Grundlagen für KI.

Häufige Fragen

Was Geschäftsführer zur KI-Compliance fragen.

Ist das eine Rechtsberatung?

Nein. Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes leisten Fachanwälte und Datenschutzbeauftragte. Was hier passiert, ist die organisatorische und technische Umsetzung: Welche Tools sind im Einsatz, welche Daten dürfen hinein, wie sieht eine praktikable Richtlinie aus, wie wird die Schulungspflicht erfüllt und dokumentiert. Für die rechtliche Bewertung im Einzelfall arbeiten wir mit Ihrem Anwalt oder Datenschutzbeauftragten zusammen.

Welche EU-AI-Act-Pflichten gelten für ein KMU 2026 wirklich?

Für die meisten KMU sind es drei: die KI-Kompetenzpflicht nach Artikel 4, die seit dem 2. Februar 2025 gilt, das Verbot bestimmter Praktiken nach Artikel 5 und ab dem 2. August 2026 die Kennzeichnungspflicht nach Artikel 50. Hochrisiko-Pflichten betreffen nur einen kleinen Teil der Anwendungen.

Wir nutzen ChatGPT im Team. Reicht ein Auftragsverarbeitungsvertrag?

Nein. Der AVV ist die vertragliche Grundlage, aber er allein macht die Nutzung nicht rechtskonform. Dazu gehören die richtige Lizenzstufe, EU-Verarbeitung und abgeschaltetes Modelltraining, eine schriftliche Regelung, welche Daten hineindürfen, sowie ein Nachweis über die Schulung des Teams.

Wie lange dauert die Umsetzung?

Vier bis sechs Wochen für ein KMU mit 10 bis 100 Mitarbeitenden, wenn parallel zum Tagesgeschäft gearbeitet wird. Der Aufwand auf Ihrer Seite liegt bei etwa einem halben Tag verteilt über den Zeitraum, plus die Schulungstermine.

Muss der Betriebsrat eingebunden werden?

Wo eine Arbeitnehmervertretung existiert, ja. KI-Systeme, die Verhalten oder Leistung erfassen können, unterliegen der Mitbestimmung nach dem Betriebsverfassungsgesetz. Eine früh verhandelte KI-Betriebsvereinbarung ist deutlich einfacher als eine nachträgliche Reparatur.

Was passiert, wenn wir gar nichts tun?

Der Bußgeldrahmen des EU AI Act reicht bei verbotenen Praktiken bis 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des Jahresumsatzes, für KMU gilt jeweils der niedrigere Wert. Praktisch relevanter ist aber der Alltag: fehlende Nachweise bei Kundenfragebögen, Audits und Ausschreibungen und die unkontrollierte Nutzung privater Accounts mit Firmendaten.

Gilt das auch, wenn wir KI nur intern nutzen?

Ja. Die Kompetenzpflicht nach Artikel 4 EU AI Act knüpft an den Einsatz an, nicht an die Außenwirkung. Auch die DSGVO greift, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden – interne Personaldaten eingeschlossen.

Bekommen wir Dokumente, mit denen wir eigenständig weiterarbeiten können?

Ja. Tool-Liste mit Risikoeinstufung, Datenklassifizierung, KI-Richtlinie, Schulungsnachweis und die Einträge fürs Verarbeitungsverzeichnis. Alles als bearbeitbare Dateien, die Sie ohne externe Hilfe fortschreiben können.

Zum Weiterlesen

Die Rechtsthemen im Detail.

Alles, was in der Umsetzung auftaucht, ausführlich nachzulesen.

Rechtliche Grundlagen für KI im Unternehmen

Die vier Regelwerke im Überblick: DSGVO, EU AI Act, Betriebsverfassungsgesetz und Geschäftsgeheimnisgesetz, mit Sieben-Schritte-Plan.

EU AI Act 2026: Pflichten für KMU

Welche Fristen wirklich gelten, was der Digital Omnibus geändert hat und welche KMU überhaupt ein Hochrisiko-System betreiben.

ChatGPT DSGVO-konform nutzen

Sieben Schritte von der Lizenzwahl über EU-Hosting bis zur Dokumentation im Verarbeitungsverzeichnis.

AVV für KI-Tools: Pflichten und Vorlage

Welche Pflichtinhalte Artikel 28 DSGVO verlangt und wie Sie einen Anbietervertrag in unter einer Stunde prüfen.

KI-Haftung: Wer haftet für KI-Fehler?

Fünf reale Fälle und was sie für die Verantwortungsverteilung im Unternehmen bedeuten.

Urheberrecht bei KI-Inhalten

Was Unternehmen an KI-Output überhaupt besitzen und wie die Kennzeichnungspflicht ab August 2026 vorbereitet wird.

n8n DSGVO-konform betreiben

Hosting-Entscheidung, Auftragsverarbeitung und Absicherung der KI-Nodes in sieben Schritten.

Nächster Schritt

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15 Minuten Erstgespräch. Kostenlos, ohne Pitch. Wir klären, wo Sie stehen und was zuerst dran ist.

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